ZDFheute Nachrichten (Medienpräsenz)

10:43

Die Waffen werden autonom gesteuert, ohne Pilot. Selbstlernende Algorithmen berechnen die Flugbahn von Raketen und schicken sie auf den Weg, feuern Maschinengewehre ab oder lassen Roboter an Grenzen patrouillieren. Doch: Wie funktionieren autonome Waffensysteme? Sind sie schon im Einsatz? Was sind Drohnenschwärme? Und welche Rolle spielen sie bei der Bundeswehr?

Dieser Film wirft einen Blick auf autonome Killer-Drohnen und erklärt, welche Rolle KI im Kampfeinsatz spielt. Der Drohnenhersteller Quantum Systems und das Rüstungsunternehmen Airbus entwickeln intelligente Drohnenschwärme für die Bundeswehr. Sie sollen im Gefecht Kampfjets unterstützen

59:57

Israel bezeichnet seinen Angriff auf den Iran als Präventivschlag, um der atomaren Bedrohung Teherans zuvorzukommen. So nachvollziehbar Israels Motive sind, entspricht der Luftschlag auch dem Völkerrecht? "Militärische Gewalt ist immer die letzte Option", meint Kai Ambos, Professor für Straf- und Völkerrecht, der in dieser Folge zu Gast ist.

Zwar mahnen Politiker oft an, dass "die Stärke des Rechts" nicht dem "Recht des Stärkeren" weichen dürfe, aber was hätte Israel denn tun sollen, fragt Markus Lanz? Richard David Precht findet, dass "die Welt dabei ist, irrsinnig instabil zu werden", gerade deswegen sei es so wichtig, dass sich alle Staaten an das Völkerrecht halten.

Im Rahmen der "Operation Spinnennetz" hat die Ukraine mehrere Luftwaffenstützpunkte tief im russischen Staatsgebiet mit Drohnen angegriffen. Bei den Angriffen wurden russische Kampfjets zerstört, die Russland auch nutzt, um die ukrainische Zivilbevölkerung zu terrorisieren.Kiew sprach im Anschluss von einem "großen Erfolg". Die Zerstörung der Bomber zeige, dass Russland ein Sicherheitsproblem habe, so Militärexperte Nico Lange. Es sei "eine der spektakulärsten Geheimdienstoperationen" aller Zeiten.

Hierzu eine Kritik: Amerikanische Geheimdienstkoordinatorin Gabbard: Wir stehen näher als je zuvor an der Schwelle zur nuklearen Vernichtung
Von Petra Erler Nachrichten einer Leuchtturmwärterin 11.06.2025

Was ist alles sagbar? Was ist vom Grundgesetz geschützt? Wo endet die Meinungsfreiheit? Mit diesen Fragen startet Markus Lanz in diese Folge.

Richard David Precht meint dazu: "Es gibt viele Menschen, die Dinge denken, die sie in der Öffentlichkeit nicht mehr aussprechen." Liegt das daran, dass die sozialen Kosten für die freie Meinungsäußerung gestiegen sind? Nur 40 Prozent der Bevölkerung finden, dass sie frei ihre Meinung sagen können. Fangen wir an, aus Angst vor Andersdenkenden die Freiheit der Meinung zu beschneiden? Was aber wäre eine Demokratie, in der nicht mehr offen gestritten wird?

Einig sind sich Markus Lanz und Richard David Precht, dass alle Demokraten gefordert sind, Menschen, die die Demokratie abschaffen wollen, klare Grenzen zu setzen. Dabei gilt, was der verstorbene FDP-Politiker Gerhart Baum sagte: "Auch Populisten haben Meinungsfreiheit."

Die Corona-Pandemie ist schon seit einigen Jahren vorbei, doch der Umgang der Politik mit dem Virus und den dadurch eingehenden Grundrechtseinschränkungen beschäftigt noch viele Menschen in Deutschland. Eine kommende Koalition aus Union und SPD will die Aufarbeitung wohl voranbringen, wie der noch amtierende Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärt. Er habe schon Schlüsse aus der Corona-Zeit gezogen und erklärt beispielhaft, dass der politische Umgang mit den Kindern während der Pandemie "der wichtigste Einzelfehler" in dieser Zeit gewesen sei.

Den gesamten Talk findet ihr hier: https://kurz.zdf.de/0b9/

Weitere Gäste in der Sendung:
Alena Buyx, Medizinethekerin
Hendrick Streeck, Virologe (CDU)
Alexander Kekulé, Virologe
Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe

ZDF-Korrespondent Johannes Hano hat in Singapur einem Mann getroffen, der Licht ins Dunkel bringen könnte. Pav Gill war Justiziar von Wirecard Asien und der Mann, der als Whistleblower für die Financial Times schließlich das ganze Lügengebäude zum Einsturz brachte. Detailliert erzählt er uns seine Geschichte, eine Geschichte, die einem den Atem verschlägt.

Die Schadensersatzforderungen der Aktionärinnen und Aktionäre liegen bei mehreren Milliarden Euro und werden in einem Musterverfahren verhandelt. Im Kampf um Schadensersatz richten die Wirecard-Aktionäre ihren Blick auf EY, das die Bilanzen jahrelang abgesegnet hatte. Doch die Prüfgesellschaft bringt ihr Geld in Sicherheit.