1936 übernimmt General Ioánnis Metaxás die Macht in Griechenland und errichtet eine Diktatur. Lieder, die die orientalische Tonleiter verwenden, die Rembetika, gelten fortan als subversiv und sind verboten. Die Polizei verwüstet Tavernen, zerstört Instrumente und bricht Rembetes die Finger, die trotz Verbot weiterhin ihre Musik machen. Katina ist Wirtin eines Rembetiko-Cafés und wie die Musiker selbst vor die Wahl gestellt: Entweder sie ist bereit, ihr Repertoire zu ändern, oder sie wird arbeitslos...
I:VIDEO (Thema)
Fühlen Sie Ohnmacht und Resignation angesichts einer Welt, die sich rückwärts zu drehen scheint?
Die Aktionskünstlerin Cesy Leonard hat etwas dagegen: Handeln. Aber was kann ein einzelner Mensch schon tun? Jede Menge!
Die Autorin verbindet inspirierende Geschichten aus ihrer Praxis mit konkreten Ideen, wie wir aktiv werden können. Ob im Kleinen oder im Großen: Jeder Mensch kann politisch wirksam sein. Denn nicht die Wut ist unser Feind, sondern die Gleichgültigkeit.
Wenzels neuer Gedichtband versammelt Texte ganz unterschiedlicher Provenienz: Neben Lied und Ballade kommt das ausgreifende Langgedicht ebenso zu seinem Recht wie die epigrammatische Notiz. Immer aber ist ein Ich anwesend, das schonungslos sich und die Welt befragt. Dabei stehen dem Dichter Wenzel sehr verschiedene Tonlagen auf der poetischen Klaviatur zur Verfügung: Durchheiterte Melancholie, scharfzüngiger Sarkasmus, elegische Introspektion wie auch die leise Ansprache an die Geliebte. Er zeigt, was gute Lyrik vermag: Das Ich in die Welt zu halten und die Welt in das Ich, und zwar so, dass wir tief berührt werden können.
Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sieht sich Europa vor das Ende einer Friedensordnung gestellt, die nach 1945 von den sogenannten Siegermächten ausverhandelt worden war und die anhand von Grenzen, militärischer Sicherung und Wiederaufbauhilfen eine fragile Ordnung zu etablieren suchte, die wir westliche Demokratie nennen.
Doch was wäre, verstünden wir Demokratie nicht mehr als Staatsform, sondern als die Fähigkeit von lokalen Gemeinschaften, sich selbst zu verwalten? Welche neuen Formen von Verantwortung, von Souveränität und Selbstbestimmung würden aus einem ernst gemeinten Föderalismus erwachsen? Und welches politische Verständnis von Gesellschaft brauchen wir im 21. Jahrhundert für den Frieden, das fragilste und höchste Gut, das wir haben?
Nichts setzt sich dem Vorwurf der Übertreibung mehr aus als die Schilderung der nackten Wahrheit. (Joseph Conrad)
Die Dreistigkeit, mit der die Wirklichkeit derzeit verdreht wird, dominiert alle wesentlichen Bereiche unseres Lebens: Gesundheit, Wirtschaft, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Rechtsstaat. Sie richtet sich gegen die westlichen Prinzipien und Werte und spielt einer globalen Investoren-Planwirtschaft samt totalitärem Unterdrückungsapparat in die Hände. Dieser gesellschaftliche Megatrend hat in der Corona-Krise erstmals sein volles destruktives Potenzial offenbart.
Sicher haben Sie sich auch schon einmal eine Talkshow oder ein politisches Magazin angesehen, bei dem Politiker von verschiedenen Parteien oder Strömungen eingeladen waren. Und dabei sind Ihnen mindestens zwei Dinge aufgefallen: Erstens ist es erschreckend leicht, vorherzusagen, welche Meinungen und Argumente die jeweiligen Politiker zu einem Thema vorbringen werden. Zweitens tragen Gesprächsrunden in den Medien bestenfalls zur Sammlung der verfügbaren Meinungen bei, jedoch nie zu irgendeiner Art von Annäherung oder Konsens. Warum das so ist erklärt Bestsellerautor Bernhard Hommel in seinem neuen Buch und zeigt, wie wir uns wieder besser verstehen können.
Unser Sozialstaat steht auf der Kippe. Es mangelt an Geld, Personal und Wertschätzung. Die Politik muss handeln. Denn nur Reiche brauchen keinen Sozialstaat.
In diesem Buch begegnen Sie Menschen, die für den Sozialstaat arbeiten. Sie pflegen, erziehen, versorgen, beraten, unterstützen, retten, begleiten Geburten und später in schwierigen Lebenslagen. Diese Menschen berichten über ihren Arbeitsalltag, über schöne und furchtbare Erlebnisse. Sie zeigen auf, was besser werden muss. Patrick Schreiner lässt die zu Wort kommen, denen selten zugehört wird. Er zeigt, warum wir den Sozialstaat brauchen.
Der Autor, Dr. Dan Steinbock, geht bei der Analyse der Situation im Nahen Osten wie ein sorgfältiger Arzt vor, der den dringend zur Behandlung anstehenden Patienten Israel, untersucht. Er geht gründlich, aber nicht zu detailliert, auf die Vorerkrankungen und die Ursachen der Situation ein, analysiert dann die Situation wie die Scheibendarstellungen eines MRTs. Wie kaum ein anderer vor ihm schafft er es, das Gesamtbild zu erklären, ohne sich in Details zu verlieren.
Auch diejenigen, welche glauben, sie kennen die Geschichte Israels, werden überrascht sein, doch wieder etwas Neues zu erfahren.
Dan Steinbock erklärt ausführlich die Entstehung der Völkermordkonvention und warum nicht nur Gaza beweist, dass die ursprünglichen Absichten, welche mit dieser Vereinbarung erreicht werden sollten, scheiterten. Aber in diesem Scheitern liegt nun die Chance, einen neuen Anlauf zu nehmen, und endlich koloniale und imperiale Mächte zu zwingen, grundlegende Menschenrechte zu beachten.
Nils Melzer – UN-Sonderberichterstatter für Folter – bespricht den Fall von Julian Assange → acTVism youtube 14.02.2020 → Vollständige Abschrift zu diesem Video
«Vor unseren Augen kreiert sich ein mörderisches System» Eine konstruierte Vergewaltigung und manipulierte Beweise in Schweden, Druck von Grossbritannien, das Verfahren nicht einzustellen, befangene Richter, Inhaftierung, psychologische Folter – und bald die Auslieferung an die USA mit Aussicht auf 175 Jahre Haft, weil er Kriegsverbrechen aufdeckte: Erstmals spricht der Uno-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, über die brisanten Erkenntnisse seiner Untersuchung im Fall von Wikileaks-Gründer Julian Assange. Ein Interview von Daniel Ryser und Yves Bachmann (Bilder)→ Republik 31.01.2020
Assange: Die wirklichen Fragen Das Republik-Interview mit UNO-Botschafter Melzer ist wichtig und löblich, belegt aber für Beobachter letztlich vor allem die Uninformiertheit und Naivität auf allen Seiten: der Journalisten (siehe Fragen), der Leser (siehe Kommentare), und des Botschafters selbst (siehe Antworten). → Swiss Propaganda Research Februar 2020