Frieden
Eine reale Utopie
Weltweit geraten Gesellschaften aus dem Gleichgewicht - innerlich zerrissen durch Debatten über Schuld und Wahrheit. Doch was wäre, wenn wir die Kraft von Erzählungen neu entdecken würden - nicht als Waffen im Meinungskampf, sondern als Brücken zwischen Menschen?
Joana Osman,Tochter eines palästinensischen Vaters, weiß um die Kraft von Narrativen und zeigt, wie Geschichten nicht nur spalten, sondern auch verbinden können - als Grundlage einer neuen,radikal empathischen Welt.
Osman reflektiert über ihre friedensaktivistische Arbeit undbringt das entscheidende Defizit auf den Punkt: Erst wenn wirbereit sind, die Perspektiven und Traumata der »anderen Seite«zu sehen, können wir einander wirklich begegnen. Ein interventionistischer Essay, der die Utopie Frieden neu denkt - und uns Hoffnung schenkt.
Wie wir Frieden finden.
Rezension
Auf einen Kaffee mit dem Feind: Joana Osman und Daniel Gerlach über Frieden im Nahen Osten: Wie wäre Frieden möglich? Die Aktivistin Joana Osman ringt sich in einem persönlichen Essay die Utopie ab, der Journalist Daniel Gerlach beleuchtet die Friedensdiplomatie. Frieden hat gerade keine Konjunktur. In den Kriegen in Gaza, im Sudan und in der Ukraine beobachtet das Hilfswerk Ärzte ohne Grenzen seit drei Jahren «Greueltaten, wie sie unsere Organisation noch nie gesehen hat». Zwar spricht Donald Trump gern von Friedensplänen, doch Frieden in einem positiven Sinn, der mehr ist als ein Waffenstillstand und die Abwesenheit von direkter Gewalt, erscheint an vielen Orten der Welt weit weg oder unmöglich. Frieden ist in den Bereich der Utopie gerückt. Dies stellt auch Joana Osman in ihrem neuen Buch fest. Von Martina Läubli Neue Züricher Zeitung 30.11.2025
Weitere Pressestimme
»Joana Osman unternimmt einen überraschenden Versuch: Mitten in einer von Krisen erschütterten Welt entwirft sie ein größeres Bild: von kollektiven Ängsten und der tiefen Sehnsucht nach Verbindung. Dabei rückt sie eine oft übersehene Kraft ins Zentrum: die Macht des Geschichtenerzählens.« hr2-kultur »Am Nachmittag«
Autoreninfos
Erstellt: 08.12.2025 - 15:54 | Geändert: 08.12.2025 - 16:14