In diesem Buch geht es um die Geschichte von Edith Miltenberger, die im Jahr 1941 vor aller Augen in den nordhessischen Orten Melsungen und Gensungen öffentlich gedemütigt und misshandelt wurde, weil sie Kontakt zu französischen Kriegsgefangenen hatte. Sie hatte etwas getan, was damals verboten war und was nach den Gesetzen des NS-Staates hart bestraft wurde. Kriegsgefangene waren Menschen zweiter Klasse, mit ihnen durfte man nicht reden oder ihnen gar schreiben. Edith wurde dafür nicht nur öffentlich gedemütigt, sondern anschließend auch in Haft genommen. Die ersten Tage verbrachte sie im berüchtigten Arbeitserziehungslager Breitenau bei Guxhagen, anschließend war sie im Kasseler Gestapo-Gefängnis und danach fast drei Jahre im Frauenzuchthaus Ziegenhain interniert.
Gefängnis (Thema)
Ein packender Roman vor dem Hintergrund des Militärputsches in Chile
Deutsche Übersetzung 50 Jahre nach dem Staatsstreich in Chile 1973
Zwanzig Jahre, nachdem sie als Richterin abgesetzt wurde und aus ihrem Heimatland Chile nach Berlin floh, kehrt Laura Larco in die Kleinstadt Pampa Hundida zurück, eine in den Weiten der Atacama-Wüste verlorene Oase. Gleichzeitig kehrt auch Major Cáceres dorthin zurück, der damals, nach dem Militärputsch gegen den Präsidenten Salvador Allende, Kommandant eines Lagers für politische Gefangene nahe der Stadt gewesen war.
Sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Nationalsozialismus ist lange auf geringes wissenschaftliches Interesse gestoßen. Nicht zuletzt der Breitenwirkung dieses Buches ist es zu verdanken, dass nunmehr in Politik und Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Opfer von sexueller Ausbeutung und Sexzwangsarbeit in Häftlingsbordellen gewachsen ist und das Schweigen gebrochen wurde, das vielen Opfern aufgrund der nach wie vor existierenden gesellschaftlichen Stigmatisierung von Sexarbeit auferlegt wurde.
Dieses Buch dokumentiert, was geschah - und was nie gesendet wurde. Ich habe 45 von 52 Verhandlungstagen im Verfahren gegen Dr. Reiner Füllmich miterlebt. Mit jedem Tag wurde der Fall verworrener. Warum durfte der Angeklagte nicht zu seiner sterbenden Mutter? Warum wurden entlastende Zeugen abgelehnt? Warum fand so vieles im stillen Kämmerlein statt - fernab der Öffentlichkeit?
Zwischen PDFs, Paragrafen und Prozesspausen entsteht das Bild eines Verfahrens, das eher verwaltet wurde als verhandelt. Nicht zu vergessen: Es ging hier nicht um ein Verbrechen, sondern um ein mutmaßliches Vergehen. Und doch wurde verhandelt, als stünde die Republik auf dem Spiel.
In Kriegs- und Krisengebieten kommt es regelmäßig zu sexueller Gewalt. Die Täter stammen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen. Die Opfer können weiblich oder männlich, jung oder alt, arm oder reich sein. In den letzten 20 Jahren haben Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fälle sexueller Gewalt dokumentiert und die Bedeutung und Funktion dieser Gewaltform untersucht. Der vorliegende Band resümiert den aktuellen Forschungsstand.
Wie Geld nationales Recht aushebelt
Freihandelszonen, die von Steuergesetzen ausgenommen sind. Offshore-Haftanstalten, in denen Menschen auf unbestimmte Zeit inhaftiert werden. Charter-Städte, die von multinationalen ausländischen Unternehmen kontrolliert werden. Schiffe, die unter falscher Flagge fahren. All diese Orte bilden das Niemandsland. Hier gelten die Rechte und Gesetze nicht, die in den uns bekannten Nationalstaaten bestehen. Und das nutzen die Wohlhabenden und Mächtigen zu ihrem Vorteil.
Die erste umfangreiche deutschsprachige Biografie Ernst Tollers, des Revolutionärs, der im Gefängnis zum berühmtesten Dramatiker der Weimarer Republik wurde.
Er war der berühmteste Dramatiker der Weimarer Republik, seine Stücke spielte man von Moskau bis Sydney. In Ernst Tollers Lebensgeschichte ballen sich die zentralen Ereignisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Als Jude in der preußischen Provinz geboren, meldete er sich freiwillig im Ersten Weltkrieg an die Front. Von der grausamen Kriegserfahrung geläutert wurde er zum Pazifisten.
Joëlle Aubron, ehemaliges Mitglied der Stadtguerillagruppe Action Directe, wird nach 17 Jahren Knast am 16. Juni 2004 'vorläufig' freigelassen. Bei ihr war ein Gehirntumor festgestellt worden, der nicht weiter operiert werden kann. Zwei Jahre später, am 1. März 2006, stirbt sie.
In dieser Zeit zieht Jann Marc Rouillan in eine neue Zelle. Er hat auch schon zwei Jahrzehnte Knast hinter sich. So oft wie möglich geht er in eine der Telefonkabinen für Gefangene, um Joëlle anzurufen.
"Eine Kraft, die Mut macht": Zwei politische Gefangene, eine Aktivistin der RAF und einer der kurdischen Freiheitsbewegung, schreiben sich
Briefe aus dem Gefängnis.
Das Ende der 1980er Jahre war weltweit von ökonomischen und politischen Umbrüchen gekennzeichnet, die die Bedingungen revolutionärer Politik von Grund auf veränderten. Vor diesem Hintergrund wurde dutzenden kurdischer Aktivisten und Aktivistinnen der Prozess gemacht. Hüseyin Çelebi war einer von ihnen.
Ingrid Schubert war eines der ersten Mitglieder der RAF. Im Oktober 1970 wurde sie in Westberlin verhaftet und blieb bis zu ihrem Tod im November 1977 im Gefängnis. Aus dieser Zeit stammen die Briefe, hauptsächlich an ihre Schwester, die diese zusammengestellt hat, um Ingrids Zeitzeugnis und ihre Stimme nicht zu verlieren.