Frankreich im 19. Jahrhundert: eine Zeit der Umbrüche, der Revolutionen, Hungersnöte, Erfindungen - mittendrin Honoré Daumier (1808-1879), der als Zeichner, Lithograf, Maler zu einem der herausragendsten Künstler seiner Zeit wurde. Mit Einsatz für republikanische Ideen und kritischem, zutiefst menschlichem Blick setzt er politische und gesellschaftliche Umstände seiner Zeit unverwechselbar ins Bild.
I:MK (Thema)
Brigitte Reimanns erster großer Erfolg - eine Liebesgeschichte, mit der sie Tabus brach.
Von ihrem Mann und der Schwägerin wird Kathrin wie ein Stück Inventar behandelt. Erst als sich eine Liebe zu dem ukrainischen Kriegsgefangenen Alexej entwickelt, der auf dem Hof mitarbeitet, während ihr Mann an der Front ist, erkennt sie ihren eigenen Wert. Auch der blinde Hass der Menschen, die sie an den Pranger stellen, kann ihr nichts mehr anhaben. Im Ringen um den geliebten Menschen wächst die junge Frau schließlich über sich hinaus.
Warum die Revolution den Krieg ablöste: Eines der grundlegenden Werke der großen Denkerin.
Hannah Arendt analysiert in dieser brillanten Studie eines der erstaunlichsten Phänomene des 20. Jahrhunderts: die Ablösung des Krieges als traditionelles Mittel der gewaltsamen Veränderung bestehender politischer Verhältnisse durch die Revolution.
Eine ungewöhnliche, schillernde Frauenbiographie: Das erste Leben der späteren Verlegerin Inge Feltrinelli
Die junge Inge Schönthal stolpert eher in ihren Beruf als Fotografin, als dass sie ihn sich ausgesucht hat. Und doch ist es eine Fügung des Schicksals, als sie in Hamburg bei Rosmarie Pierer die Kamera zum ersten Mal in die Hand nimmt. Es klickt - und Inge stürzt sich fortan mit Mut, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen in die männerdominierte Welt des Fotojournalismus der 1950er-Jahre.
In diesem souveränen Überblick werden fünf Jahrtausende indischer Geschichte lebendig: Von den Anfängen der menschlichen Zivilisation über die Entstehung von Buddhismus und Hinduismus, das Mogulreich und die Kolonialzeit führt uns John Zubrzycki bis in Indiens dynamische Gegenwart. Nicht zuletzt gibt er Einblicke in die Zerrissenheit der modernen indischen Republik, die seit kurzem das bevölkerungsreichste Land der Erde ist.
Dieses prägnante Buch befasst sich mit dem Niedergang der liberalen Hegemonie, weist jedoch sofort darauf hin, dass sich die Welt momentan in einer Phase des Interregnums befindet und sich eine multipolare Weltordnung nach dem westfälischen Modell noch nicht komplett durchsetzen konnte. Vielmehr ist ein Rechtsvakuum entstanden, in dem die in den Konflikt involvierten Parteien darum wetteifern, die künftige Ordnung zu definieren. Der Expansionismus der NATO war ein wichtiger Bestandteil der liberalen Hegemonie, da er die kollektive Hegemonie des Westens als Grundlage für einen von den liberalen Demokratien auferlegten Frieden festigen sollte. Stattdessen demontierte dieser aber die gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur und brachte Europa auf den Weg in den Krieg, ohne die Möglichkeit einer Kurskorrektur. Der Ukraine-Krieg ist daher ein Symptom für den Zusammenbruch der Weltordnung.
Der Mensch ist Gleicher unter Gleichen, vernunftbegabt und zur Freiheit fähig. Diese Postulate bilden die Grundlage einer offenen Gesellschaft, sie sind zentrale Erkenntnisse der Aufklärung.
Die achtzehn Autoren dieses Buchs berichten aus der eigenen Betroffenheit, wie weit sich Politik und Wissenschaft inzwischen von diesen Grundwerten entfernt haben.
Das Theater Ost spielt in Berlin-Adlershof auf dem einstigen Gelände des DDR-Fernsehens, genauer: in jenem Gebäude, das 1952 für das Fernsehtheater errichtet worden war. Das Haus steht unter Denkmalschutz und ist stark sanierungsbedürftig. Allerdings kam der »Investor« aus dem Westteil Berlins seiner Verpflichtung nicht nach und trat die Flucht nach vorn an: Er kündigte dem 36-köpfigen Theater-Ensemble den Mietvertrag. In einer beispiellosen Solidaritätsaktion protestierten am 1. November 2025 hunderte Kulturschaffende, Politiker und Theaterbesucher gegen die Willkür, tausende Zuschauer verfolgten live die Konferenz im Internet. In dem vorliegenden Band sind alle Reden enthalten, die dort gehalten wurden.
Kathrin Schülein, aufgewachsen in der DDR, entdeckt schon früh ihre Liebe zum Tanz. Sie erfährt eine hervorragende Förderung ihrer Tanzleidenschaft und erhält eine kostenlose Ausbildung bei der jüdischen Tänzerin und Tanzpädagogin Gret Palucca in Dresden. Mit dem Ende der DDR beginnt ihre »Odyssee«. Sie erlebt den Niedergang der Gesellschaft, in der sie aufgewachsen ist. Kunst und Kultur werden zur Ware. Wie kann man sich in dem neuen, fremden System eine Zukunft aufbauen oder einfach nur überleben?
Die unrühmliche Wahrheit über die britische Herrschaft in Indien - erstmals erzählt aus indischer Sicht
Das Britische Kolonialreich präsentierte sich nach außen hin als aufgeklärter Despotismus im Namen des Guten und zum Wohle der Beherrschten. Gestützt auf eine Fülle von Fakten demontiert Shashi Tharoor diese weitverbreitete Legende.
Das Buch enthält ein kritisches Nachwort von Mithu Sanyal zur deutschen Perspektive: Und was hat das alles mit uns zu tun?