»Die Nachwelt wiederholt seinen Text und kennt ihn nicht« - das könnte man, einen Spruch des Satirikers über sein Vorbild Johann Nestroy aufgreifend, auch über Karl Kraus sagen. Die Person Kraus ist tatsächlich nicht leicht zu erzählen oder gar auf den Punkt zu bringen. Seine wechselnden und bewusst widersprüchlichen Positionierungen als Spielverderber im gesellschaftlichen Zusammenspiel - mit entsprechenden satirischen Masken und Methoden - führten bereits zu Lebzeiten zu Missverständnissen und Mythenbildungen.
Gesellschaftskritik (Thema)
Lesen, was andere nicht liefern
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Schule, wie sie wirklich ist ehrlich, komisch, unfassbar. Willkommen im Lehrerzimmer.
Jonas Schreiber erzählt von absurden Elternreaktionen, Schülerlogik jenseits aller Vernunft und einem Bildungssystem im Spagat zwischen Anspruch und Realität. Mit scharfem Blick, trockenem Humor und viel Herz schildert er Geschichten, die zum Lachen bringen und zum Nachdenken zwingen. Für alle, die glauben, Schule zu kennen und für alle, die es besser wissen wollen.
Sind stabile herrschaftsfreie Gesellschaften denkbar? Haben staatslose Gesellschaften Jahrzehnte und länger überdauert und existieren sie noch immer?
In den Sozialwissenschaften herrscht die Tendenz vor, »Regulierten Anarchien« entweder keinen politischen Stellenwert beizumessen oder ihnen doch eine verborgene Herrschaftlichkeit zu unterstellen. Mit beiden (ethnologischen bzw. historischen) Argumenten lässt sich die angebliche Unmöglichkeit von Herrschaftsabbau heute behaupten. Die Beiträge dieses hier in zweiter, durchgesehener Auflage vorliegenden Bandes setzen sich kritisch mit dieser Auffassung auseinander und zeigen an Beispielen wie Verwandtschaftsstruktur, Architektur und Spiel sowie dem altisraelitischen Glaubenssystem: Gerade "primitive" Gesellschaften besaßen eine erstaunliche institutionelle Phantasie, um Herrschaftsfreiheit und egalitäre Verhältnisse dauerhaft sicherzustellen.
Willkommen in Deutschland, im Land der Angst, der Lüge, der Propaganda und Zensur.
Einst ein Hort der Freiheit – 35 Jahre nach der Wende ein zerrüttetes Land der Gängelung und Gesinnungskontrolle auf dem Weg in den 3. Weltkrieg. Gespritzt, gegängelt, gehorsam gemacht, eine Gesellschaft im Zerfall. Wer heute unbequeme Fragen stellt, wird diffamiert. Wer widerspricht, gecancelt. Wer aufwacht, steht allein. Oder?
Nicht ganz. Dieses Buch vereint die Stimmen von 18 Auswanderern, die nicht länger bereit waren, die deutschen Zustände zu ertragen.
Eine neue Erklärung für das Erstarken von Populismus und Verschwörungsideologien
In einer zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft muss man vertrauen. Ohne Vertrauen in gesellschaftliche Systeme und Institutionen wird man handlungsunfähig.
Wer verstehen möchte, warum Vertrauen immer wichtiger, aber Misstrauen immer wahrscheinlicher wird und welche Folgen umfassende Vertrauenskrisen für die Gesellschaft haben, muss dieses Buch lesen.
Lukas Meisners Eltern flohen 1989 aus der DDR in die BRD - eine Familiengeschichte, die zum Ausgangspunkt schonungsloser Selbstbefragung wird. Fluch(t) verbindet das persönliche Erbe intergenerationeller Traumata mit gesellschaftskritischer Analyse: Wir verstehen weder die planetare Progression des Neoliberalismus noch die Prozesse globaler Faschisierung, wenn wir sie nicht in den Kontext von Ost und West einbetten.
Fühlen Sie Ohnmacht und Resignation angesichts einer Welt, die sich rückwärts zu drehen scheint?
Die Aktionskünstlerin Cesy Leonard hat etwas dagegen: Handeln. Aber was kann ein einzelner Mensch schon tun? Jede Menge!
Die Autorin verbindet inspirierende Geschichten aus ihrer Praxis mit konkreten Ideen, wie wir aktiv werden können. Ob im Kleinen oder im Großen: Jeder Mensch kann politisch wirksam sein. Denn nicht die Wut ist unser Feind, sondern die Gleichgültigkeit.
Der Anregung »Den Krieg verlernen«, die die Autorinnen und Autoren in Erinnerung an Antje Vollmer im Frühjahr 2024 zur Diskussion gestellt hatten, wurde nicht gefolgt. Stattdessen dominieren weiterhin gespenstische Akteure die politische Landschaft und befördern Resignation. Nüchterne Blicke darauf könnten helfen, die Ursachen zu verstehen und trotz alledem zu Zuversicht und Hoffnung sowie zu Aufklärung und Widerstand zu ermuntern.
„KATHARINA“ ist Band II der Trilogie „AUFSTIEG UND NIEDERTRACHT“ aus der Saga einer sozialdemokratischen Familie.
Die Oberkellnerin Katharina in Honeckers Jagdschloss „Hubertusstock“ wird für den hessischen SPD-Staatssekretär Rudi Hermann bei einem Weihnachtsausflug an den Werbellinsee in der DDR zu einer Engelsgestalt intimer und gesellschaftlicher Sehnsüchte. Ihre ungekünstelte Art, zu sehen und zu reden, bildet einen extremen Kontrast zum westdeutschen Parteienmorast, in dem Rudi zu versinken droht. Als linker SPD-Star muss er nämlich gerade hart gegen rätselhafte Skandalisierungen aus dem geheimdienstlich-medialen Komplex ankämpfen. Zudem ist Rudi Hermann einem Grundwasserskandal im profitablen Atommülllager „Asse“ auf der Spur.